

- - - Laufen im Naherholungsgebiet Itzenplitz - - -
Wemmetsweiler – Heiligenwald – Schiffweiler – Landsweiler/Reden – Bildstock – Merchweiler
Geschichte der Medaillen
Wir möchten in jedem Jahr individuelle Medaillen an euch ausgeben. Für 2013 sind die neuen bereits eingetroffen. Aus diesem Grund möchten wir unsere Medaillen etwas genauer vorstellen:
2013
"Grube Itzenplitz"

Im sogenannten Rußhütter Tal liegt die Grube Itzenplitz. Die Anfänge dieses Tiefbaubetriebes hängen eng mit der Erweiterung der Grube Reden zusammen. Zur Abkürzung der untertägigen Transportwege wurde eine eigene Förderung mit Schachtanlage und Eisenbahn angelegt, aus der die Grube Itzenplitz entstand. 1857 wurde diese angeschlagen und später nach dem preußischen Handelsminister Graf Heinrich August von Itzenplitz ( 1799 bis 1883) benannt. Die Einweihung und die Namensgebung fanden 1864 in Gegenwart des Ministers statt.
Zunächst wurden im Stollenbetrieb mittels des Rußhüttenstollens die Flöze Sophie und Friedrich aufgelöst. 1860 wurde mit dem Abteufen des ersten Tiefbauschachtes Itzenplitz I begonnen. 1872 wurde der Itzenplitzschacht II bis zur Redensohle abgeteuft. Sukzessive wurde die Anlage ausgebaut: so entstanden ein Zechenhaus, eine Schreiner- und eine Schmiedewerkstatt.
1878 / 1879 wurde an der Zweigbahn Reden - Itzenplitz ein Teich angelegt, der Damm diente gleichzeitig als Staumauer.(Zieleinlauf des Osterlaufes liegt auf dem Damm) Das angestaute Wasser wurde für den Betrieb der Dampfmaschinen benötigt, auch wurden die gehobenen Grubenwässer hierher abgeleitet.
Etwa 1900 wurde im Weiher ein erstes Pumpenhaus errichtet. Heute ist der Itzenplitzer Weiher, früher auch Rußhütter Weiher genannt, das Zentrum des Naherholungsgebietes Itzenplitz.
Ab dem Jahr 1882 wurde der Schacht Itzenplitz 3 abgeteuft, dessen Förderanlagen, 1886 in Betrieb genommen, im Wesentlichen noch heute erhalten sind. 1893 wurde der Landabsatz vom nördlich gelegenen Wildseitersschacht zur Grube Itzenplitz verlegt, die eine der größten Landabsatzverladestellen im Saargebiet aufwies. Hier wurden die Hausbrandkohlen (Nuß oder Förderkohlen) an die Käufer ausgegeben. Hier erhielt auch der Bergmann seine Deputatkohlen.
Der erste Weltkrieg hat sich auch in den Belegschaftszahlen und in der Kohlenförderung niedergeschlagen, erst zu Kriegsende stieg die Zahl der Beschäftigten wieder an.
Die Zeit der französichen Verwaltung zwischen 1920 und 1935 brachte insofern eine Änderung des Kohlenverkaufes, als die Verladestelle verlagert wurde und die Fuhrwerke einen bestimmten Weg einhalten mussten. Desweiteren mußte der Empfänger der Kohlen die Fuhrwerke begleiten.
Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurden die Saargruben zunächst von 1945 bis 1947 durch eine aus Amerikanern und Franzosen gebildete Kontrollkommission ( CONAD Engeneer Mining Operating Group) betreut. Am 1. Januar 1948 nahm die "Regie des Mines de la Sarre" ihre Tätigkeit auf.
Erst nach dem zweiten Weltkrieg setzte der Niedergang der Anlage ein, 1958 wurde das Bergwerk der Grube Reden zugeschlagen und war noch lange Jahre als Nebenanlage in Betrieb.
Ende der 1990er Jahre wurde die Grube endgültig stillgelegt.
2012
"Pumpenhaus im Itzenmplitzer Weiher"

Der Itzenplitzer Weiher im saarländischen Heiligenwald wurde als Speichersee aufgestaut um Dampfmaschinen und den Wasserbedarf der Steinkohlengruben Itzenplitz und Reden zu gewährleisten. Das Pumpenhaus im Itzenplitzer Weiher stellt eine industriegeschichtliche Rarität dar. Über das Pumpenhaus wurden auf beiden Gruben die Dampfkesselanlagen mit Speisewasser bedient.
Geschichte des "Itzenplitzer Weihers"
Der Itzenplitzer Weiher, früher auch Rußhütter Weiher genannt liegt mitten im schönen Naherholungsgebiet Itzenplitz in Heiligenwald. Den Namen verdankt der Naherholungsraum der Grube Itzenplitz.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Grube Reden um eine weitere Schachtanlage mit eigener Förderung und Eisenbahn erweitert. Diese neue Grube wurde 1857 angeschlagen und später nach dem preußischen Handelsminister Graf Heinrich August von Itzenplitz (1799-1883) benannt.
Als Verbindung zwischen den beiden Gruben wurde eine Zweigbahn errichtet. Hierfür musste im damaligen Rußhüttertal ein breiter Damm angelegt werden, welcher die Trasse der neuen Bahnlinie bildete.
Durch den Zufluss des Kallenbachs und des Schmiedelbachs entstand in dem durch den Bau des Dammes hervorgerufenen Beckens langsam ein Weiher. Anfangs floss das Wasser noch weiter in den Klinkenbach, aber mit dem Bau des Pumpenhauses in den Itzenplitzer Weiher im Jahr 1877 wurde der Durchfluss gestoppt, um das Wasser zu stauen. Dieses aufgestaute Wasser wurde als Speisewasser für die Dampfkesselanlagen beider Gruben genutzt.
Ab den 30er Jahren wurde die Weiheranlage als Badesee genutzt, mit einer richtigen Badeanstalt mit Umkleiden, Nichtschwimmerbereich, einem Sprungbrett und einem Bootsverleih. Diese Badeanstalt existierte nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr, obwohl eine Genehmigung zur Errichtung einer neuen Badeanstalt vorlag, aber die finanziellen Mittel waren wohl nicht vorhanden.
Einige Jahre später wurde das Baden und Bootfahren gänzlich verboten. Grund hierfür waren Strömungen und die Soggefahr, die durch das Abpumpen des Wassers für die Gruben auftraten. Dieses Verbot gilt heute noch, obwohl das Pumpenhaus seit vielen Jahren abgeschaltet ist und nach einer Sanierung nur noch als Wahrzeichen des Ortes Heiligenwald und des Naherholungsgebietes Itzenplitz dient. Auch im Wappen des ASV Heiligenwald 1935 e.V. ist das Pumpenhaus als Symbol zu sehen.
Heutzutage ist die Weiheranlage ein Anziehungspunkt für viele Spaziergänger, Angler und Naturverbundene, die die Schönheit dieses Naherholungsraumes genießen wollen.


